
- Der Zustand der rituellen Unreinheit: Eine Eigenschaft für den Menschen, die im übertragenen Sinne zu verstehen ist. Sie hält den Muslim davon ab, nicht eher das rituelle Gebet zu verrichten, bis er sich hierfür gereinigt hat. Dieser Zustand kann nicht, wie z. B. unreine Substanzen, mit den Sinnesorganen wahrgenommen werden.
- Wenn sich ein Muslim in einem Zustand der rituellen Unreinheit befindet, so wird der Zustand dadurch aufgehoben, dass der Muslim die Gebetswaschung oder die Ganzkörperwaschung vornimmt und dabei reines Wasser benutzt. Reines Wasser bedeutet, dass das Wasser nicht mit unreinen Substanzen vermischt sein darf, sodass sich Farbe, Geschmack oder Geruch des Wassers verändert haben.
- Der Zustand der rituellen Unreinheit wird in zwei Kategorien unterteilt:
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1
Der Zustand der rituellen Unreinheit, für den man die Gebetswaschung vornehmen muss, um diesen Zustand wieder aufzuheben. Er wird der Zustand der kleinen rituellen Unreinheit genannt.
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2
Der Zustand der rituellen Unreinheit, für den man die Ganzkörperwaschung vornehmen muss, wobei der gesamte Körper mit Wasser zu bedecken ist, um diesen Zustand wieder aufzuheben. Er wird der Zustand der großen rituellen Unreinheit genannt.
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Der Zustand der kleinen rituellen Unreinheit (ḥadat asġar) und die hierfür erforderliche Gebetswaschung (wudā)
Die rituelle Reinigung des Muslims wird ungültig und es ist notwendig, die Gebetswaschung vorzunehmen, wenn eine der folgenden Handlungen erfolgt:
1
Das Ausscheiden von Urin und Kot sowie aller Exkremente und Flüssigkeiten, die vom After oder vom Geschlechtsteil austreten, wie z.B. abgehender Wind. Allah, der Erhabene nannte Angelegenheiten, die die rituelle Reinheit ungültig machen. Er sagte: … oder einer von euch von der Notdurft zurückkommt … (Sure 4 an-Nisāʾ Vers 43)
Der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm) sagte über jemanden, der Zweifel hat, ob er während des Gebets Wind gelassen hat, oder nicht: „So soll er nicht (aus dem Gebet) gehen, bis er ein Geräusch hört oder einen Geruch wahrnimmt.“ (Muslim Hadith Nr. 264)
2
Mit sexueller Begierde das Geschlechtsorgan mit den bloßen Händen zu berühren. Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede auf ihm) sagte: „Wer sein Glied berührt, muss die rituelle Gebetswaschung vollziehen.“ (Abū Dāwūd Hadith Nr. 181)
3
Der Verzehr von Kamelfleisch. Der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm) wurde bereits gefragt: „Sollen wir, wenn wir Kamelfleisch verzehrt haben, die Gebetswaschung vornehmen?“ Er antwortete: „Ja.“ (Muslim Hadith Nr. 360)
4
Bewusstlosigkeit, hervorgerufen durch Tiefschlaf, Geisteskrankheit oder Trunkenheit.
Zu den Angelegenheiten, die die rituelle Reinheit annullieren, gehören Bewusstlosigkeit, hervorgerufen durch Tiefschlaf, Geisteskrankheit oder Trunkenheit.